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Es ist schon kurios, was alles zum Thema Trüffel behauptet wird. Deshalb hier einige Gedanken zur korrekteren Darstellung:

"Experten des Landes wollen die Europäische Wildkatze mit Trüffelpflanzen anlocken und so wieder heimisch werden lassen." (aus einer Presseerkllärung eines Ministeriums, 8/2019) Richtig ist, dass mit Trüffelbiotopen Deckungsstrukturen für die Wildkatze geschaffen werden können. Die Wildkatze bewegt sich nur ungern im Offenland ohne Deckung. Trüffelbiotope haben durch verschiedene Wildsträucher und Trüffelbäumen, die aus autochthonen Gehölzen und autochthonen Burgundertrüffeln hergestellt werden, einen naturnahen Charakter.

 "Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass unser Schwarzwild häufig an schattigen Standorten am Waldrand die Wiesen bricht? Ich bin mir sicher, dass hierfür auch die Suche nach Trüffeln ein Grund ist. Genau diese Standorte lieben Trüffel." (aus einer Jagdzeitschrift 10/2019) Korretker ist, dass Wildschweine auf der Suche nach Käfern und Würmer sind, um ihren Speisezettel mit Eiweiß zu ergänzen. In Trüffeln gibt es natürlich die Maden der Trüffelfliege oder von Käfern, dann sind die Trüffel auch für Wildschweine interessant.

"Dies bedeutet, dass alle Tuber-Arten nicht gesammelt werden dürfen. Das Suchen und auch das Finden ist nicht verboten." Auf vielen Webseiten, Fernsehbeiträgen und Artikeln wird eine ähnliche Botschaft verbreitet: Trüffel sind gesetzlich geschützt, aber so ein bisschen Forschen ist erlaubt. Wir haben uns hier kundig gemacht. §44 BNATSCHG „Es ist verboten wild lebende Pflanzen der besonders geschützten Arten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, sie oder ihre Standorte zu beschädigen oder zu zerstören." verbietet auch das Finden, Suchen und Monitoring auch wenn es noch so gut gemeint ist und nicht wirtschaftlichen Interessen dient. Lassen Sie sich nicht verwirren, im Falle des Falles geht die Strafe an Sie und nicht an die Verbreiter der Botschaft.

Der Trüffelverband ergänzt sein bisheriges Informationsangebot auf der jährlichen Verbandstagung und dem Erfahrungsaustausch für Mitglieder durch ein Einsteigerseminar zum Trüffelanbau. 

In diesem Seminar klären wir die Voraussetzungen, damit Sie entscheiden können, ob auf Ihrer Fläche die Bedingungen für den Anbau vorhanden sind. Dipl. Agrarbiologe Josef V. Herrmann gibt einen Überblick über geeignete Standorte, Pflanzgut, Anbauverfahren, Einschätzungen zu Aufwand und Ernte, Art der Ernte und den Möglichkeiten der Vermarktung. Die komplizierten rechtlichen Rahmenbedingungen werden von Dipl.-Biol. Markus Mayer aufgezeigt. Er erläutert zudem Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle und das naturschutzfachlich interessante Trüffelbiotop.

Die Exkursion zu einer Trüffelkultur rundet die Veranstaltung ab.

Die Veranstaltungsorte werden jeweils bekanntgegeben.

 

Das nächste Einsteigerseminar wird am 25.04.2020 im Raum Pforzheim stattfinden.
Weitere Informationen folgen in Kürze.

Liebe Trüffelinteressierte,

auf dieser Seite erhalten Sie wissenswerte, aktuelle Informationen und Artikel rund um das Thema „Trüffel".

 

Geduldiges Warten auf die Ernte der Burgundertrüffel - Deutschlandfunk

Bauern mit Pioniergeist

Hier können Sie einen Artikel des Deutschlandfunk über den Trüffelanbau in Deutschland lesen und anhören. Grundlage dafür ist ein Interview mit zwei unserer Mitglieder, Herrn Sebastian Jungbluth und Herrn Josef V. Herrmann.

 

Kennzeichnung von Trüffelprodukten ist unzureichend 

Trüffelprodukte sind unzureichend gekennzeichnet  – von den Nachbarländern Frankreich und Schweiz lernen

Vor Beginn der Saison einiger Trüffelarten und rechtzeitig vor den Festlichkeiten am Jahresende, weist der Trüffelverband e.V.
darauf hin, dass die Vorgaben zur Kennzeichnung von Trüffelprodukten in Deutschland ungenügend sind und zu Enttäuschungen
bei den Verbrauchern führen können.

Unter „Trüffel“ versteht ein Konsument einen wertvollen, unterirdisch gewachsenen Pilz mit einer hohen Qualität und Einzigartigkeit
des natürlichen Duft- und Geschmackserlebnisses.

Die Kennzeichnung von Pilzen und Pilzprodukten wird in den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission festgeschrie-
ben. Die Verwendung des Begriffes „Trüffel“ in Kombination mit anderen Lebensmittelbezeichnungen wie „Wurst, Schinken, Käse“
etc. unterliegt in Deutschland keinen Vorgaben an einen Mindestgehalt von Trüffeln. In der Schweiz oder in Frankreich gibt es hier-
für hingegen eindeutige Bestimmungen.

Die Trüffelarten werden mit deutschen Verkehrsbezeichnungen benannt.  Der Begriff „Schwarze Trüffel“, der in der Schweiz mit
„Echtem Schwarzen Trüffel“, in Frankreich mit „truffe noire“ oder im Englischen mit „black truffle“ den wertvollen Perigord-Trüffel
(Tuber melanosporum) bezeichnet, ist in Deutschland die Verkehrsbezeichnung für die geringwertigeren Trüffelarten Tuber indicum
inkl. Tuber himalayense. Auch Wikipedia, eines der häufig genutzten Internetnachschlagewerke, führt auf, dass der Perigord-Trüffel
auch „Schwarzer Trüffel“ genannt wird und zu den teuersten Speisepilzen der Welt gehört.

Es kann nicht sein, dass ein Konsument, der ein Produkt mit „Schwarzen Trüffeln“ kauft, glaubt, er habe ein Produkt mit Anteilen
von Trüffeln zu einem Marktwert von ca. 1500 – 2000 €/kg (Perigord-Trüffel) erstanden und tatsächlich sind Chinatrüffel für 100 €/kg
enthalten. Der Trüffelverband e.V. fordert die Streichung der Verkehrsbezeichnung „Schwarze Trüffel“ für Chinatrüffel und für alle Trüf-
fel zusätzlich zur Nennung der Verkehrsbezeichnung die Angabe des wissenschaftlichen Pilznamens.

Der Geruch und Geschmack der schwarzen Perigord-Trüffel, der weißen Alba-Trüffel oder unserer heimischen Burgundertrüffel besteht
aus über 50 Aromen. Diese Trüffelarten sind gerade wegen ihres sehr vielschichtigen Geschmacks hoch geschätzt und teuer gehandelt.
Diese Geschmacksvielfalt können künstliche Trüffelaromen, die nur einige wenige Komponenten enthalten, nicht vollständig nachbilden.

Hochwertige Trüffelprodukte sollen aus Sicht des Trüffelverbandes auf künstliche Aromen verzichten und Trüffel mit klarer Deklaration in
Mindestmengen enthalten.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zum Download.

 

Grünes Licht für Gourmets - Burgundertrüffel nicht radioaktiv belastet 

Die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf (CH), die Uni Freiburg, das Team von Deutsche Trüffelbäume und weitere
Wissenschaftler haben in den letzen Jahren an einem Forschungsprojekt gearbeitet, das die radioaktive Vertrahlung von Pilzen, und
besonders von Trüffeln, untersucht. Die Ergebnisse wurden nun im Fachjournal Biogeosciences veröffentlicht.

Die sehr positiven Ergebnisse sind hier für Sie zusammengefasst:

  

 

Obwohl die Burgundertrüffel zu den teuersten Lebensmitteln der Welt gehört und als Delikatesse mit bis zu 1200€ pro Kilo gehandelt
wird, blieb die Frage nach einer radioaktiven Belastung bisher ungeklärt. Andere Pilzarten übersteigen die zulässigen Cäsium-Werte
zum Teil bei weitem und sollten seit dem Tschernobyl-Unfall in manchen Regionen nicht verzehrt werden. Gerade Hirschtrüffel, die
nicht zu den „echten“ Trüffeln der Gattung Tuber gehören und für den Menschen ungenießbar sind, reichern das radioaktive Cäsium
in hohem Maße an. Da sie gerne von Wildschweinen und Rehen gefressen werden, sind sie auch für die oft diskutierte Verstrahlung
von Wildfleisch aus belasteten Gebieten verantwortlich.

Die kulinarisch und wirtschaftlich wertvolle Burgundertrüffel dagegen wurde nun als unbedenklich freigegeben. In einer Studie von
Schweizer und deutschen Forschern wurden 82 Burgundertrüffel aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien und Ungarn auf Cäsium
untersucht. Bei allen Trüffelfruchtkörpern wurden sehr niedrige Konzentrationen festgestellt, die sogar unter der Nachweisgrenze von
2 Becquerel pro Kg lagen. Der Grenzwerten für Lebensmittel liegt bei 600 Becquerel pro Kg, daher können die Trüffel aus den unter-
suchten Regionen bedenkenlos gegessen werden.

Besonders relevant sind die Ergebnisse vor dem Hintergrund, dass große Teile unserer Umwelt immer noch stark mit radioaktivem
Cäsium kontaminiert sind und Pilze eine der Hauptquellen von Cäsium für den Menschen darstellen. Dem aufkeimenden Trüffelanbau
in Deutschland, Trüffelsuchern in ganz Europa, sowie Händlern und Konsumenten weltweit kann nun grünes Licht für die Burgunder-
trüffel gegeben werden.

 

Link zum Original-Artikel:
http://www.biogeosciences.net/13/1145/2016/bg-13-1145-2016.html

Link zur Pressemitteilung der WSL:
http://www.wsl.ch/medien/news/trueffel_radioaktiv/index_DE


www.deutsche-trüffelbäume.de

 

 

Sunday the 17th. .