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Liebe Trüffelinteressierte,

auf dieser Seite erhalten Sie wissenswerte, aktuelle Informationen und Artikel rund um das Thema „Trüffel".  

Kennzeichnung von Trüffelprodukten ist unzureichend - Know-How für Trüffelanbau in Deutschland 

Trüffelprodukte sind unzureichend gekennzeichnet  – von den Nachbarländern Frankreich und Schweiz lernen

Vor Beginn der Saison einiger Trüffelarten und rechtzeitig vor den Festlichkeiten am Jahresende, weist der Trüffelverband e.V.
darauf hin, dass die Vorgaben zur Kennzeichnung von Trüffelprodukten in Deutschland ungenügend sind und zu Enttäuschungen
bei den Verbrauchern führen können.

Unter „Trüffel“ versteht ein Konsument einen wertvollen, unterirdisch gewachsenen Pilz mit einer hohen Qualität und Einzigartigkeit
des natürlichen Duft- und Geschmackserlebnisses.

Die Kennzeichnung von Pilzen und Pilzprodukten wird in den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission festgeschrie-
ben. Die Verwendung des Begriffes „Trüffel“ in Kombination mit anderen Lebensmittelbezeichnungen wie „Wurst, Schinken, Käse“
etc. unterliegt in Deutschland keinen Vorgaben an einen Mindestgehalt von Trüffeln. In der Schweiz oder in Frankreich gibt es hier-
für hingegen eindeutige Bestimmungen.

Die Trüffelarten werden mit deutschen Verkehrsbezeichnungen benannt.  Der Begriff „Schwarze Trüffel“, der in der Schweiz mit
„Echtem Schwarzen Trüffel“, in Frankreich mit „truffe noire“ oder im Englischen mit „black truffle“ den wertvollen Perigord-Trüffel
(Tuber melanosporum) bezeichnet, ist in Deutschland die Verkehrsbezeichnung für die geringwertigeren Trüffelarten Tuber indicum
inkl. Tuber himalayense. Auch Wikipedia, eines der häufig genutzten Internetnachschlagewerke, führt auf, dass der Perigord-Trüffel
auch „Schwarzer Trüffel“ genannt wird und zu den teuersten Speisepilzen der Welt gehört.

Es kann nicht sein, dass ein Konsument, der ein Produkt mit „Schwarzen Trüffeln“ kauft, glaubt, er habe ein Produkt mit Anteilen
von Trüffeln zu einem Marktwert von ca. 1500 – 2000 €/kg (Perigord-Trüffel) erstanden und tatsächlich sind Chinatrüffel für 100 €/kg
enthalten. Der Trüffelverband e.V. fordert die Streichung der Verkehrsbezeichnung „Schwarze Trüffel“ für Chinatrüffel und für alle Trüf-
fel zusätzlich zur Nennung der Verkehrsbezeichnung die Angabe des wissenschaftlichen Pilznamens.

Der Geruch und Geschmack der schwarzen Perigord-Trüffel, der weißen Alba-Trüffel oder unserer heimischen Burgundertrüffel besteht
aus über 50 Aromen. Diese Trüffelarten sind gerade wegen ihres sehr vielschichtigen Geschmacks hoch geschätzt und teuer gehandelt.
Diese Geschmacksvielfalt können künstliche Trüffelaromen, die nur einige wenige Komponenten enthalten, nicht vollständig nachbilden.

Hochwertige Trüffelprodukte sollen aus Sicht des Trüffelverbandes auf künstliche Aromen verzichten und Trüffel mit klarer Deklaration in
Mindestmengen enthalten.


Trüffelanbau ist in Deutschland möglich – von den Ländern Ungarn und Schweden lernen

Auch in Ungarn und in Schweden ist neben dem bisher bekannten Anbau in Frankreich ein erfolgreicher Anbau der Burgundertrüffel
(Tuber uncinatum) möglich. Das spornt unsere Anstrengungen in Deutschland an. Der Trüffelverband e.V. verstärkt auf seiner diesjäh-
rigen Verbandstagung vom 29.-30.10.2016 in Nürtingen bei Stuttgart den Austausch mit erfahrenen Wissenschaftlern aus Frankreich,
Schweden, der Schweiz und Deutschland. www.trueffelverband.de


Trüffelverband e.V. – Verband für Trüffelanbau und Nutzung in Deutschland e.V.

Der Verband hat unter anderem folgende Zielsetzungen: 

  • Förderung des Trüffelanbaus und Vertretung bzw. Unterstützung der Interessen der Trüffelanbauer und -verwerter in Verwaltung,
    Politik und Öffentlichkeit
  • Förderung der Qualifikation und Fortbildung des für den Trüffelanbau notwendigen Wissens
  • Stärkung der Bekanntheit und des Images deutscher Trüffel. Vertretung der wirtschaftlichen Belange der Mitglieder, die sich im
    Geschäftsfeld „Trüffel" betätigen


Hier finden Sie die Pressemitteilung zum Download.

 

Grünes Licht für Gourmets - Burgundertrüffel nicht radioaktiv belastet 

Die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf (CH), die Uni Freiburg, das Team von Deutsche Trüffelbäume und weitere
Wissenschaftler haben in den letzen Jahren an einem Forschungsprojekt gearbeitet, das die radioaktive Vertrahlung von Pilzen, und
besonders von Trüffeln, untersucht. Die Ergebnisse wurden nun im Fachjournal Biogeosciences veröffentlicht.

Die sehr positiven Ergebnisse sind hier für Sie zusammengefasst:

  

 

Obwohl die Burgundertrüffel zu den teuersten Lebensmitteln der Welt gehört und als Delikatesse mit bis zu 1200€ pro Kilo gehandelt
wird, blieb die Frage nach einer radioaktiven Belastung bisher ungeklärt. Andere Pilzarten übersteigen die zulässigen Cäsium-Werte
zum Teil bei weitem und sollten seit dem Tschernobyl-Unfall in manchen Regionen nicht verzehrt werden. Gerade Hirschtrüffel, die
nicht zu den „echten“ Trüffeln der Gattung Tuber gehören und für den Menschen ungenießbar sind, reichern das radioaktive Cäsium
in hohem Maße an. Da sie gerne von Wildschweinen und Rehen gefressen werden, sind sie auch für die oft diskutierte Verstrahlung
von Wildfleisch aus belasteten Gebieten verantwortlich.

Die kulinarisch und wirtschaftlich wertvolle Burgundertrüffel dagegen wurde nun als unbedenklich freigegeben. In einer Studie von
Schweizer und deutschen Forschern wurden 82 Burgundertrüffel aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien und Ungarn auf Cäsium
untersucht. Bei allen Trüffelfruchtkörpern wurden sehr niedrige Konzentrationen festgestellt, die sogar unter der Nachweisgrenze von
2 Becquerel pro Kg lagen. Der Grenzwerten für Lebensmittel liegt bei 600 Becquerel pro Kg, daher können die Trüffel aus den unter-
suchten Regionen bedenkenlos gegessen werden.

Besonders relevant sind die Ergebnisse vor dem Hintergrund, dass große Teile unserer Umwelt immer noch stark mit radioaktivem
Cäsium kontaminiert sind und Pilze eine der Hauptquellen von Cäsium für den Menschen darstellen. Dem aufkeimenden Trüffelanbau
in Deutschland, Trüffelsuchern in ganz Europa, sowie Händlern und Konsumenten weltweit kann nun grünes Licht für die Burgunder-
trüffel gegeben werden.

 

Link zum Original-Artikel:
http://www.biogeosciences.net/13/1145/2016/bg-13-1145-2016.html

Link zur Pressemitteilung der WSL:
http://www.wsl.ch/medien/news/trueffel_radioaktiv/index_DE


www.deutsche-trüffelbäume.de

 

 

Saturday the 21st. .